Februar 2009

Die fünfte Show - Oliver Polak, The Fairytales, Kersten Flenter und Alexander Loh


Besondere Vorkommnisse:

- An diesem Abend traten vier verschiedene Solisten/Gruppen auf. Das Wohnzimmer beherbergte acht Künstler.

- Die Künstler hielten einen Blasewettbewerb ab: Zur Verfügung standen Seifenblasen und Hubabuba. Es wurden Größe und Grazilität bewertet. Der Zuschauer Rainer Schmidt war Schiedsrichter und vergab den Preis des besten Bläsers an Alexander Loh, der von den Regeln abwich, sich einen Plastikhandschuh über den Kopf stülpte und ihn mit Nase und Mund aufblies.

- Es war die längste Show bisher.

- Deutschland verlor im Fußball gegen Norwegen mit 0:1, was sich aber nicht auf die Stimmung der Zuschauer auswirkte.

Vorstellung der Künstler des Abends

Oliver Polak: „Guten Tag, mein Name ist Oliver Polak, ich bin dreißig Jahre alt und ich bin Jude - Sie müssen trotzdem nur lachen, wenn es ihnen gefällt". Oliver Polack geht dorthin, wo es wehtut. Vor allem ihm selbst - der in Papenburg aufgewachsene Emsländer reflektiert lakonisch die gestrenge jüdische Lehre seiner herrischen Mutter, referiert launig über seine doppelte Beschneidung und erklärt einleuchtend, warum Jamaikaner und Juden eigentlich dasselbe sind. Unorthodox, teils mit entwaffnender Drolligkeit, teils so rabenschwarz pointiert, dass sich das Bildungsbürgertum das Lachen verbietet. Eine echte Hoffnung für den deutschen Humor.

Kersten Flenter: „Ich lebe in Deutschland, aber viele sagen, ich sehe jünger aus", sagt der 1966 geborene Hannoveraner von sich. Über 500 Auftritte im In- und Ausland dokumentieren ein literarisches Leben on the road. Flenter seziert in seinen Texten (bislang 12 Einzeltitel) und Live-Präsentationen die Melankomik des Alltags und deutsche Befindlichkeiten, schaut hinter die Kulissen, in die Seitenstraßen und sticht durch die Hintertür direkt in die Lachmuskeln.

The Fairytales (A Cappella (Doo Wop) singen eine Mischung aus Coverversionen und eigenen Stücken aus der 50er und 60er Jahre Ära. Eingepackt ist das Ganze in eine locker, flockige Bühnenshow.

Alexander Loh Fernöstliche Jonglage-Präzision fusioniert mit Schlaggzeugelementen und eigenen Techniken. Ein tänzerischer Kampf um Rhythmus und Geschwindigkeit.

Ein bißchen Bond, ein bißchen Bösewicht, immer charmant.